Jazztage Dresden mit Besucherrekord

überregional 03.12.2018


Intendant Kilian Forster zieht positive Bilanz des 18. Festivaljahrgangs

Dresden ist im Jazz-Fieber! Zum Ende der diesjährigen Jazztage Dresden blicken die Veranstalter auf eine rekordverdächtige Festivalausgabe zurück. 38.000 Besucher – und damit nochmal 8.000 Gäste mehr als im letzten Jahr – ließen sich von den Konzerten nach Dresden locken. Die Jazztage Dresden beweisen damit, dass sie in ihrer 18. Auflage inzwischen längst erwachsen, aber nicht weniger quirlig sind. In 80 Konzerten spielten insgesamt über 500 Musiker aus 30 Nationen in 20 Spielstätten.

Ed-Motta Foto@H.J.Maque
Ed-Motta Foto@H.J.Maque

Möglich machte den Erfolg ein hochklassiges Line-Up mit einer Reihe vielfältiger internationaler Größen wie Klaus Doldinger, Jan Garbarek, Rebekka Bakken, Al Di Meola, Candy Dulfer, Tom Gaebel und Conchita Wurst. Um alle Stars im Programm unterzubringen, wurde das Festival extra um vier Tage verlängert. Etwa die Hälfte der Künstler war noch nie zuvor in Dresden, darunter das LeipJAZZig-Orkester, Victor Wooten, Billy Cobham, Ida Nielsen, Cécile McLorin Salvant, Evelyn Huber, Deva Mahal, Somi, Fabiola Saccomanno, Trio Balkan Strings, Jin Jim und Pago Libre. Weitere 20 waren teils schon jahrelang nicht mehr in der Elbestadt, etwa Monty Alexander und Candy Dulfer, die beide das letzte Mal vor zehn Jahre in Dresden gastierten.

Rund die Hälfte der Konzerte war sehr gut besucht, zwölf ausverkauft. Für das Konzert des US-amerikanischen Sängers Gregory Porter gab es bereits vier Wochen nach Start des Vorverkaufes keine Karten mehr, sodass die Veranstaltung aus dem Erlwein Capitol in die dann vollbesetzte BallsportARENA verlegt werden konnte. „Das hat dem Auftritt aber keinen Abbruch getan. Trotz seiner Größe bewies der Spielort eine so gute Intimität und Akustik, dass es die Zuschauer mehrfach für Standing Ovations von den Stühlen riss“, erzählt Jazztage-Intendant Kilian Forster begeistert. Nur ein kleiner Wermutstropfen bleibt ihm: „Einige sehr gute Konzerte waren leider nicht ganz so gut besucht, wie wir gehofft hatten. Beispielsweise die Auftritte des unglaublichen US-amerikanischen Saxophonisten James Carter oder des jamaikanischen Pianisten Monty Alexander, ohne den es die Jazztage Dresden gar nicht gäbe! Denn er war es, der mich zusammen mit Oskar Peterson und Friedrich Gulda in meiner klassischen Studentenzeit zum Jazz inspirierte. Ich erlebte ihn 1986 bei den Erdinger Jazztagen, wo er zusammen mit John Clayton spielte, der mit seinem Clayton Hamilton Jazz Orchestra für mich auch zu den besten Künstlern des Festivals zählte“, so Forster abschließend.

Die nächsten Jazztage Dresden finden vom 23. Oktober bis 24. November 2019 statt. Die ersten Konzerte mit Ute Lemper, Mnozil Brass, Konstantin Wecker, Tina Tandler sind bereits im Vorverkauf.
Weitere Informationen: www.jazztage-dresden.de