PRELLBOCK 2019: Welches Unternehmen hat den Negativpreis verdient?

überregional 01.02.2019


Jetzt abstimmen: Vom 01. Februar bis 31. Oktober 2019 unter

Abzocker, Blender und Service-Nieten aufgepasst – jetzt wird es ungemütlich! Ab dem 01. Februar machen verärgerte Verbraucher mobil und wählen den PRELLBOCK 2019. Bis zum 31. Oktober 2019 kann jeder auf www.verbraucherzentrale-sachsen.de Vorschläge einreichen und mitmachen. Welches Unternehmen hat den Negativpreis in diesem Jahr verdient?

Aller zwei Jahre stimmen Sachsens Verbraucher ab, welches Unternehmen sie besonders abgezockt, verärgert oder hinters Licht geführt hat. Der Gewinner erhält den PRELLBOCK der Verbraucherzentrale Sachsen. Doch bei der reinen Übergabe des Negativpreises ist es nie geblieben. „Gegen jeden der Gewinner haben wir bisher Klage eingereicht, um Verbraucher zu ihrem Recht zu bringen“, so Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen.

Der PRELLBOCK wirkt: Das wurde aus den Gewinnern der Vorjahre

Und zwar erfolgreich: Gegen den ersten PRELLBOCK-Gewinner, die B2B Technologies Chemnitz GmbH, hatte die Verbraucherzentrale Sachsen ihr Eilverfahren am Oberlandesgericht Dresden gewonnen. Kurze Zeit später hat der Abofallen-Betreiber Insolvenz angemeldet. Auch für den PRELLBOCK 2015 sah es nicht rosig aus: Die MGN GmbH aus Dresden schob hoffnungsvollen Senioren teure wie fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel unter. Nach mehreren Urteilen, die die fragwürdige Verkaufspraktik von MGN untersagen, ist es nun ruhig um das Unternehmen geworden. Die Urteile gegen die beiden PRELLBOCK-Gewinner aus 2017 stehen noch aus: Die Sparkasse Zwickau und die Erzgebirgssparkassen kündigten alternativlos langjährige, lukrative Prämiensparverträge – zu Unrecht, so Sachsens Verbraucherschützer.

Verbraucherzentrale Sachsen: Auch 2019 nicht auf Kuschelkurs

Auf Kuschelkurs ist die Verbraucherzentrale Sachsen auch in diesem Jahr nicht. Auch wenn sie zum heutigen Auftakt-Termin der Abstimmung eine Tierpatenschaft im Zoo Dresden übernommen hat – und zwar für keinen passenderen als für den Westkaukasischen Steinbock. „Er ähnelt nicht nur im Aussehen unserer PRELLBOCK-Trophäe, sondern kommt auch in seinem Wesen verbraucherunfreundlichen Unternehmen sehr nahe: Wenn wir ihm auf die Pelle rücken, sucht er schnell das Weite. Wir sind gespannt, welchen Bock wir in diesem Jahr bändigen werden“, scherzt Andreas Eichhorst. Die Patenschaft läuft für die Zeit der Abstimmung zum PRELLBOCK 2019. Der Beitrag kommt dem Tierwohl der Gruppe zugute.


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