Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Beteiligung ist die beste Medizin

überregional 09.05.2019


Kinder- und Jugendbeteiligung im ländlichen Raum

Regina Kraushaar, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz und Dr. Heike Kahl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) haben heute Nachmittag das Praxisforum von „Stark im Land“ auf dem Rittergut Limbach besucht.

Mit dem Programmverbund „Stark im Land“ engagiert sich die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz für mehr Kinder- und Jugendbeteiligung im ländlichen Raum in Sachsen. Unter dem Motto „Beteiligung ist die beste Medizin“ tauschten sich Regina Kraushaar und Heiko Wersig, Hauptamtsleiter von Bannewitz, mit der Jugendgruppe Rodewisch darüber aus, wie unkonventionelle Ideen den ländlichen Raum in Sachsen beleben. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit „Stark im Land“ Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum im Freistaat eine Stimme geben“, betonte Regina Kraushaar. „Wenn junge Menschen in den Kommunen darüber mitentscheiden, was passiert, gewinnen alle – Junge und Ältere, die Kleinen und die Großen! Kinder und Jugendliche müssen doch erfahren, dass sie gefragt werden, sie müssen konkret erleben können, dass sie etwas verändern und bewegen können! Denn dabei lernen sie – sozusagen ganz direkt – was Demokratie in ihrem direkten Lebensumfeld bedeutet. Uns allen sollte es wichtig sein, dass sich Kinder und Jugendliche in ihrer Gemeinde engagieren können. Denn genau das ist es, was die Verbundenheit mit der eigenen Heimat stärkt. Wenn man so will ist das ein Bleibefaktor für die ländlichen Regionen.“ Jugendliche aus Wildenfels und Torgau zeigten, welche Projekte sie in ihren Gemeinden umsetzen. So organisiert der Jugendbeirat Wildenfels seit 2016 die „Verrückte Landolympiade“ in Wildenfels. Beim Gummistiefelweitwurf konnte sich Dr. Heike Kahl persönlich davon überzeugen, dass der Spaß dabei nicht zu kurz kommt. Auf dem „Youtube-Sofa“ nutzten Jugendliche aus Torgau die Gelegenheit, mit Heike Kahl über ihre Ideen und Wünsche ins Gespräch zu kommen. „Im ländlichen Sachsen schlummert enormes Potenzial. Ich bin begeistert, mit wie viel Engagement und Kreativität sich die Jugendlichen in die Dorfentwicklung einbringen. Nur durch Demokratie erleben kann man Demokratie lernen. Mit „Stark im Land“ setzen wir ein Zeichen für Demokratie und Mitbestimmung und machen deutlich, dass es sich immer lohnt, genauer hinzuschauen.“, erklärte Dr. Heike Kahl. Heiko Wersig, Hauptamtsleiter von Bannewitz, ergänzte: „In Bannewitz haben wir erkannt, dass es sich enorm lohnt, Kinder und Jugendliche zu beteiligen, standen aber vor vielen Fragen: Was wünschen sich die jungen Menschen in unserer Gemeinde? Welche Bedürfnisse haben sie? Und wie erreichen wir sie? Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung begleitet uns seit 2016 auf unserem Weg zur kinder- und jugendgerechten Kommune und ist uns eine große Hilfe, wenn es darum geht, Antworten zu finden.“ Seit Anfang des Jahres können sich kommunale Akteure unter www.starkimland.de darüber informieren, wie sie junge Menschen in die Gestaltung ihrer Gemeinde einbeziehen können. Mit dem Praxisportal für Kinder- und Jugendbeteiligung will die DKJS ländliche Kommunen dabei unterstützen, junge Menschen wirksam zu beteiligen. Neben anschaulichen Praxisbeispielen bietet das Onlineportal nützliche Materialien und konkrete Anregungen rund um die Kinder- und Jugendbeteiligung im ländlichen Raum.


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